Schweißgerät „Stahlwerk MIG 200ST IGBT“ im Langzeittest

Schweißgeräte gibt es viele: Von billig bis teuer, von Elektrode über Schutzgas bis WIG. Als Anfänger weiß man gar nicht, worauf man achten soll. Deshalb will ich heute mein Schweißgerät etwas genauer vorstellen, um so für ein bisschen Orientierung zu sorgen.

Zwei Sachen vorneweg:

1. Ich bin kein Schweißprofi. Ich habe es nie offiziell gelernt, sondern mir alles getreu dem Motto „Versuch mach kluch“ selbst angeeignet. Der folgende Text sollte deshalb als das verstanden werden, was er ist: Der Erfahrungsbericht eines ambitionierten Bastlers. Nicht mehr, nicht weniger. 😉

2. Werbung! Die Firma Stahlwerk hat mir das Schweißgerät kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür bin ich ausgesprochen dankbar! Ich bemühe mich trotzdem um einen möglichst neutralen Blick. Los geht’s!


So fing es an

Mit dem Schweißen begonnen habe ich vor knapp 10 Jahren. Da ich keine Ahnung hatte, ob das für mich überhaupt taugt, habe ich mir ein relativ günstiges Einsteiger-Schweißgerät von Güde bestellt. Das Ding war ein Riesenklopper, der technisch etwa auf dem Niveau eines Ural-Gespanns war. Mit anderen Worten: Ja, man konnte damit schweißen. Aber man musste es wirklich, wirklich wollen. Gerade für mich als absoluten Anfänger war das eine große Herausforderung, weil ich nie wusste, warum es nicht so klappt, wie ich wollte. Lag es daran, dass ich es falsch mache? Oder daran, dass das Schweißgerät es nicht besser kann?

Insofern blicke ich mit einem lachenden und einen weinenden Auge zurück. Einerseits war das Ding eine ziemliche Katastrophe. Andererseits habe ich gerade deshalb irre viel gelernt. Unter anderem Durchhaltevermögen. 😉


Stahlwerk Schweißgeräte

Stahlwerk MIG 200ST IGBT

Seit einem guten halben Jahr habe ich mein neues Schweißgerät und nutze es fast täglich: das MIG 200ST IGBT von Stahlwerk. Preislich ist es mit aktuell 399 Euro relativ günstig, bietet dafür aber richtig viel. Die Zielgruppe sind dementsprechend Semiprofis und fortgeschrittene Hobbyschweißer, aber auch Anfänger können damit sehr glücklich werden.

Das Gerät wird als Multifunktionsschweißgerät bezeichnet, denn es beherrscht gleich 3 Schweißverfahren:

  1. Wie der Name schon sagt, handelt es sich in erster Linie um ein Schutzgasschweißgerät (MIG = Metall-Inertgasschweißen, MAG = Metall-Aktivgasschweißen). Man braucht also eine Gasflasche mit einem inerten bzw. aktiven Gas, das die Schweißnaht während des Schweißens vom Umgebungssauerstoff abschirmt. Damit lässt sich sehr schnell und sauber schweißen, und das mit relativ wenig Hitzeeintrag und dementsprechend wenig Verzug. Für den normalen Anwender ist MAG sicher das beste Verfahren.
  2. Wer keine Gasflasche hat oder mitschleppen will, kann damit auch Fülldrahtschweißen (Flux). Das ist vom Prinzip das Gleiche wie MAG, nur dass der Schweißdraht mit einer Chemikalie gefüllt ist, die beim Schweißen für eine entsprechende Schutzatmosphäre sorgt. Ich selbst habe das noch nicht getestet, finde es aber einen interessanten Kompromiss und werde es auf jeden Fall ausprobieren.
  3. Drittens kann man auch Elektroden-Handschweißen (MMA/ARC), was sich vor allem für den etwas „rustikaleren“ Einsatz, z.B. auf der Baustelle eignet.

Dadurch, dass das Gerät alle 3 Verfahren beherrscht, ist man auf so ziemlich alle Fälle vorbereitet: In der heimischen Werkstatt kann man mit Draht und Gasflasche schnell und sauber arbeiten. Und wenn man mal außer Haus arbeiten will, packt man eine Handvoll Elektroden oder eine Rolle Fülldraht ein und schweißt damit auch unterwegs ganz unkompliziert.

Der Rest des Namens? Die „200“ steht für 200 Ampere, was mehr als ausreichend Power ist. „ST“ meint das robuste und trotzdem leichte „ST Guard Gehäuse“: Ein Tragegriff der seinen Namen verdient, stabiles Stahlblech, Hartplastikverschalung und ein übersichtliches und gut erreichbares Bedienfeld. Das „IGBT“ bezeichnet die verwendeten IGBT-Transistoren. Was genau die von anderen Transistoren unterscheidet weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber offensichtlich machen sie ihre Sache sehr gut. 😉

Stahlwerk Schweißgeräte


Features & Vorteile

Das Gerät hat eine ganze Menge cleverer Features und ist ziemlich durchdacht aufgebaut:

  • Ein großer Vorteil für einen Hobbyschrauber wie mich: Das MIG 200ST IGBT läuft mit 230V. Dadurch ist es unkompliziert überall einsetzbar, wo eine normale Steckdose in der Nähe ist. Andere Schweißgeräte im (semi)professionellen Bereich benötigen meist Starkstrom, der leider nicht überall vorhanden ist.
  • Es ist erstaunlich klein und leicht: 48 x 24 x 37 cm und 11,5 kg. Dadurch lässt es sich gut in der Werkstatt unterbringen und dank des Tragegriffs problemlos transportieren.
  • Es hat einen automatischen Drahtvorschub, der sich an der Stromstärke orientiert. Klingt wie ein Feature, das nur auf dem Papier funktioniert. Nach über einem halben Jahr kann ich aber sagen: Das funktioniert einfach perfekt! Wenn ich den Drahtvorschub von Hand regeln müsste, würde ich das nicht so gut hinbekommen.
  • Das aus meiner Sicht Beste: der „Hotstart“. Das bedeutet, dass der Schweißstrom zu Beginn automatisch hochgeregelt wird. Erst wenn ein sauberer Schweißpunkt da ist, regelt das Gerät auf den eingestellten Wert herunter.
    Das war genau das Problem, das ich mit meinem alten Schweißgerät permanent hatte: Wenn ich den Strom hoch eingestellt habe, habe ich sofort eine saubere Schmelze hinbekommen, aber der Rest der Schweißnaht hat wie verrückt gespritzt und war sehr unsauber. Wenn ich den Schweißstrom niedrig eingestellt habe, war zwar die Naht okay, aber der Anfang war ein elendes Gespratzel. Ich habe oft überlegt, ob ich beim Schweißen von Hand hoch- und runterregeln soll. Das MIG 200ST IGBT macht genau das vollautomatisch und ich habe von Anfang bis Ende eine saubere Naht! Selbst auf schlecht vorbereitetem Untergrund mit Rost, Öl oder Lackresten. Genial.
  • Es gibt einen Drahtvorschub-Knopf. Beim Einlegen einer neuen Rolle Schweißdraht muss man also nicht unnötig Gas vergeuden, indem man am Brenner auf den „Auslöser“ drückt.
  • Das Gerät hat eine ziemlich ausgefuchste Kühlung mit Überhitzungsschutz und einem Lüfter, der nach Abschalten des Gerätes noch ein bisschen weiterläuft. Für die Langlebigkeit sicher von Vorteil.
  • Das Schweißgerät ist wirklich ausgezeichnet verarbeitet. Das ist kein Baumarkt-Gedöns, das schon beim Auspacken klappert und klemmt. Ich nutze es seit über einem halben Jahr sehr intensiv, auch außer Haus. Aber abgesehen von ein bisschen Dreck steht das Gerät da wie am ersten Tag und funktioniert völlig tadellos. Ich glaube, ich werde noch viele Jahre Freude daran haben!
  • Für mich muss Werkzeug nicht schön sein. Es muss funktionieren. Aber wenn es, wie in diesem Fall, funktioniert UND gut aussieht, dann ist das natürlich umso besser. 😉

Schweißnaht


Ein paar Kritikpunkte

Ein bisschen was zu Meckern habe ich natürlich trotzdem. 😉

  1. Das MIG 200ST hat ein wunderbar übersichtliches und perfekt erreichbares Bedienfeld auf der Vorderseite. Dort findet sich alles, was man braucht. Bis auf eines: Den Hauptschalter. Der sitzt auf der Rückseite. Keine Ahnung, warum.
    Es hat mich ziemlich genervt, immer auf die Knie zu gehen und hinter dem Gerät zwischen den Kabeln nach dem Schalter suchen zu müssen. Ich habe mir deshalb ein Verlängerungskabel gekauft und mit einem fetten Not-Aus-Schalter versehen. Der befindet sich vorne an der Werkbank und ist auch mit Schutzhandschuhen gut bedienbar. Und das Nachlaufen des Lüfters klappt damit auch einwandfrei. Problem gelöst.
  2. Das Schweißgerät arbeitet, wie schon bei den Vorteilen genannt, mit 230 V. Und die nutzt es wirklich bis zum Anschlag. Wenn man das Gerät an einem billigen Verlängerungskabel anschließt, kann es schon mal passieren, dass die Sicherung fliegt. Wenn man die Werkstücke nicht sauber vorbereitet und keine vernünftige Masseverbindung herstellt, ebenfalls.
  3. Ich weiß nicht, ob man das einen Kritikpunkt nennen kann. Aber der Lüfter des Schweißgerätes sorgt nicht nur für zuverlässige Kühlung der Bauteile, sondern auch für einen dauerhaften Geräuschpegel. Nicht mehr als bei vergleichbaren Geräten, aber ich habe mir trotzdem angewöhnt, das Schweißgerät abzuschalten, wenn ich es gerade nicht benötige. Das spart obendrein Strom und schont die Umwelt. 😉

Das Arbeiten mit dem MIG 200ST IGBT

Ich schweiße ganz unterschiedliche Sachen, hauptsächlich Kunsthandwerk für mein Projekt Stahlkunst Purrer. Das sind einerseits sehr filigrane Sachen (z.B. Insekten aus alten Zündkerzen), bei denen ich unter anderem 0,75er Stahlblech oder dünne Nägel verschweiße, aber auch solide Möbel aus 5 mm-Stahlprofilen. Und natürlich das eine oder andere an meinen Motorrädern.

Stahlwerk Schweißgeräte

Gemein ist all diesen Sachen, dass ich das Material eher schlecht vorbereite: Ölverschmierte Motorradketten, verrostete Zündkerzen, verzinkte Bleche, lackierte Rahmenteile, Chrom. Ich bin ehrlich gesagt zu faul, das vorher alles blankzuschleifen.  Ein Ausbilder würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Aber das Stahlwerk-Schweißgerät hat damit (in 99% der Fälle) überhaupt keine Probleme. Vielleicht spratzelt es mal ein bisschen, aber die Schweißnähte sind tadellos. Bei meinem alten Schweißgerät musste ich nach fast jeder Schweißnaht mit der Schleifscheibe die Spritzer und Schweißperlen abschleifen, mit dem neuen ist das die Ausnahme. Das macht richtig Spaß und spart irre viel Arbeit!

Stahlwerk Schweißgeräte

Noch ein paar Worte zur Bedienung: Das Gerät hat 2 Drehregler für Spannung und Stromstärke. Welcher Wert eingestellt ist lässt sich nicht nur Pi mal Daumen an der Skala ablesen, sondern auch ganz präzise auf dem jeweiligen Display. Außerdem gibt es einen Regler für Induktivität. Damit lässt sich die Stromanstiegsgeschwindigkeit einstellen, was vor allem für den Anfang der Schweißnaht von Bedeutung ist.

Ich muss zugeben, dass ich der Einstellung der Parameter nicht sehr viel Aufmerksamkeit widme. Einfach deshalb, weil es nicht nötig ist. Bei sehr dünnem Blech drehe ich Spannung und Stromstärke runter, bei dickem Material hoch. Das Ergebnis ist fast immer super, viel falsch machen kann man gar nicht. (Ich musste übrigens auch bei dickem Stahl noch nie über die Hälfte der Skala hinausgehen, es gibt also eine große Leistungsreserve.)

Und auch sonst ist das gute Stück ziemlich unkompliziert und anspruchslos. Ab und zu eine neue Gasflasche oder eine Rolle Schweißdraht, mehr braucht es nicht. 🙂


Mein Arbeitsplatz

Ich habe mir für die Metallbearbeitung eine eigene Werkbank gebaut, in der das Schweißgerät optimal integriert ist. Es steht links unter der Werkbank auf einem Zwischenboden. Dort ist es vor dem ärgsten Dreck und Metallstaub geschützt aber trotzdem gut zu erreichen. Direkt darüber habe ich einen großen Maschinenschalter an die Werkbank geschraubt, über den ich das Schweißgerät einschalte. (Wegen des ungünstig platzierten Hauptschalters, siehe oben.) Und die Gasflasche steht, mit einer Kette gegen Umkippen gesichert, direkt daneben. So habe ich alles an einem Ort.

Stahlwerk Schweißgeräte

Vieles schweiße ich direkt im Schraubstock. Da die Masseklemme an dem keinen festen Halt findet, habe ich mir aus einem Stück 3 mm-Stahlblech und etwas Rundstahl einen „Massepunkt“ gebaut, der an der Schraubstockbefestigung verschraubt ist. Dort ist die Masseklemme gut aufgehoben und bei Bedarf schnell erreichbar.

Stahlwerk Schweißgeräte

Ein fest verschraubter „Massepunkt“ für die Masseklemme direkt am Schraubstock.

Damit mir das Schlauchpaket und der Brenner nicht immer im Weg rumliegen, habe ich mir aus einem Stück Rohr (aus einem alten Fahrradrahmen) einen Brennerhalter gebaut, der seitlich an der Werkbank befestigt ist. Ich hatte anfangs die Sorge, das es fummelig sein könnte, die Düse dort reinzustecken, oder dass sie dabei Schaden nehmen könnte. Die Sorge war aber unbegründet. Das funktioniert super. Und für den Schweißhelm gibt es direkt daneben auch noch einen Haken.

Stahlwerk Schweißgeräte

Ein Brennerhalter aus einem alten Fahrradrahmenrohr.

Massepunkt und Brennerhalter haben die Ordnung auf dem Tisch schon deutlich verbessert, aber Kabel und Schlauchpaket lagen trotzdem immer am Boden rum und haben sich mit dem Kabeln der Winkelschleifer verwurschtelt. Ich habe deshalb mittig unter der Werkbank einen großen Haken angebracht. Dort habe ich Massekabel und Schlauchpaket eingehängt. Somit ist der Boden frei und nichts verknotet sich. Und falls ich doch mal die gesamte Länge benötige, hänge ich sie einfach schnell aus.

A propos Winkelschleifer: Für die habe ich aus einem Stück Stahlprofil ebenfalls einen Halter geschweißt, in den sie einfach eingehängt werden. So sind sie immer zur Hand, nehmen keinen Platz auf der Werkbank weg und auch das Kabelchaos hält sich in Grenzen.

Stahlwerk Schweißgeräte

Winkelschleifer-Halterung aus einem Stück Stahlprofil aus der Restekiste.


Sinnvolles Zubehör für das MIG 200ST IGBT

Stahlwerk bietet eine ganze Menge Zubehör für das Schweißgerät an. Wirklich sinnvoll finde ich die Schweißmagnete, mit denen man Bauteile schnell in unterschiedlichen Winkeln fixieren kann. Da ist sogar ein Magnet-Massepunkt dabei, den man einfach an das Werkstück „kleben“ kann. Auch Gripzangen kann man nie genug haben. Wobei ich zu den größeren raten würde. Die kleinen sind wirklich sehr filigran und eignen sich somit nicht für große oder schwere Werkstücke.

Stahlwerk Schweißgeräte

Der Automatikschweißhelm STAHLWERK ST-950XW. Müsste mal geputzt werden. 😉

Eine klare Empfehlung gibt es für den Schweißhelm ST-950XW. Ich hatte vorher zwei billige Schweißhelme aus dem Discounter. Einfach weil ich dachte, Schweißhelm sei Schweißhelm, warum soll ich da mehr Geld als nötig ausgeben? Naja, und dann habe ich diesen ausprobiert. Er hat ein Sichtfeld, das um ein Vielfaches größer ist als bei normalen Schweißhelmen. Dadurch muss man ihn nicht nach jedem Schweißpunkt hochklappen, sondern erkennt auch so genug. Er sitzt bequem und ist deutlich stabiler als die billigen Helme. Bei denen sind mir die Riemen meist nach kurzer Zeit gerissen und ich habe sie notdürftig mit Kabelbindern geflickt. Hier hält alles tadellos. Er muss auch nicht manuell angeschaltet werden. Einfach aufsetzen und los geht’s!

(Der Helm wird momentan nicht mehr in Weiß angeboten, es gibt ihn aber noch in Schwarz und in Kürze auch in Carbon-Optik.)

Stahlwerk bietet außerdem eine Schutzausrüstung an. Die Lederschürze tut genau das, was sie soll, und bekommt deshalb ebenfalls eine Empfehlung. Die Handschuhe sind verglichen mit anderen Handschuhen etwas dünn. Das ist einerseits klasse, weil man damit mehr Fingerspitzengefühl hat. Allerdings schützen sie damit auch nicht so gut vor Hitze. Ich nutze sie deshalb sehr gerne für filigrane Sachen. Wenn es heiß hergeht, ziehe ich dickere an.


Mein Fazit

Das MIG 200ST IGBT ist wirklich ein tolles Teil! Es liefert richtig gute Ergebnisse und ist dabei total unkompliziert. Das ist für den Anfänger toll, weil er frustfrei und ohne lange Einarbeitung brauchbare Schweißnähte hinbekommt. Und für den Profi ist es toll, weil er damit einfach und schnell arbeiten kann. Dass es dabei noch so handlich und robust ist, rundet den positiven Gesamteindruck ab. Mir macht es richtig Spaß, damit zu arbeiten!

399 Euro sind meines Erachtens ein sehr fairer Preis für dieses Gerät. An Zubehör ist alles Wichtige dabei, nur die Gasflasche muss man sich noch selbst besorgen.

(Wer etwas kleiner anfangen will, findet bei Stahlwerk übrigens auch Einsteiger-Modelle mit weniger Ampere ab 189 Euro.)

Übrigens: Die Firma Stahlwerk hat ihren Sitz in Deutschland, bietet 5 Jahre Garantie, Fachberatung und eine deutschsprachige Hotline. Die Geräte werden zwar in Fernost montiert, aber in Deutschland entwickelt und geprüft. In diesem Preissegment nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Produkt-Link

https://www.stahlwerk-schweissgeraete.de/MIG-MAG-Schweissgeraete/MIG-200/MIG-200-ST-IGBT.html

 

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4 Gedanken zu „Schweißgerät „Stahlwerk MIG 200ST IGBT“ im Langzeittest

  1. Danke für diese sehr ausführliche Rezension.
    YouTube Videos über dieses Gerät wurden leider nur von Laien gemacht und überzeugen so garnicht.
    Auch haben diese YouTuber keine Ahnung vom Schweißen und bekommen auch keine Ordentliche Naht hin.
    Anders hier.
    Die Bilder überzeugen und Zeigen genau das was ich sehen wollte.
    Hab es mir bestellt und freue mich schon drauf.

  2. Ich habe das Gerät im Einsatz, meine Schweißnähte sind aber nicht gleichmäßig und dercschweissbogen klingt wie ein Maschinengewehr. Falsche Einstellung?

    • Hallo Marcel,
      das ist aus der Distanz natürlich schwer zu sagen. Was heißt „nicht gleichmäßig“, welche Parameter verwendest Du, welches Material wird geschweißt, welche Erfahrung hast Du evtl. mit anderen Schweißgeräten etc.?
      Prinzipiell ist ein laut knatternder Lichtbogen nicht verkehrt. Besser als ein zu leiser. Ich gehe bei der Einstellung ganz grob so vor: Linker Regler ca. auf 1/4. Die anderen beiden ([A] und [V]) immer etwas auf der gleichen Stellung. Bei ganz dünnem Blech auf Minimum, bei 1-2 mm auf 1/4 und bei 3-5 mm auf 1/2. Höher war ich noch nie.
      Wenn es beim Schweißen stark spritzt, mit Spannung und Stromstärke weiter runter. Ein paar Spritzer sind je nach Material normal, aber nicht zu viele.
      Damit die Naht sauber wird, führe ich den Brenner zusätzlich mit der linken Hand, also lege ihn auf dem linken Zeigefinger auf. Außerdem schweiße ich nicht einfach gerade durch, sondern mach kleine Kreise oder Achten. Dann zittert man nicht so stark.
      Es gibt aber noch viele andere Einflüsse, die einem die Naht versauen können. Zu wenig Schutzgas (ca. 8-10 Liter sollten es sein), zu starker Wind, der das Schutzgas wegbläst, ein Schweißmagnet zu nah an der Schweißstelle, hochlegierte Stähle etc. Das kann ich von hier natürlich auch nicht beurteilen.
      Sag bitte Bescheid, ob Dir das geholfen hat!
      Viele Grüße,
      Martin

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