Pimp my Montageständer

Meinen Montageständer von Kern-Stabi nutze ich nun schon einige Jahre. Bei den meisten Motorrädern funktioniert er einwandfrei. Nur beim Aufbocken des Ratracers hatte ich immer viele Probleme. Deshalb habe ich ihn „gepimpt“ und passende Aufnahmen angefertigt.

Die originalen Aufnahmen

Original gibt es einerseits die flachen Gummidinger, die als Universalaufnahmen bezeichnet werden. Auf denen liegt die Schwinge einfach lose auf. Nach meiner Erfahrung ist das echter Mist. Schwingen aus Rundrohren rutschen darauf schon im Stand rum. Spätestens wenn man wirklich am Motorrad arbeitet, ist das kreuzgefährlich. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn man ein so aufgebocktes Motorrad ankickt.

Wesentlich besser sind die sogenannten Racing-Adapter, die einen Schlitz haben. Dahinein greifen die Prismenbuchsen, die bei den meisten Motorrädern an der Schwinge verschraubt werden können. Damit steht das Motorrad wirklich sicher und kann sich auch nicht selbständig machen.

Problem erkannt – Problem gebannt

Bei meinem Ratracer klappte das aber nicht so ohne weiteres. Entsprechende Gewinde gibt es an der MZ-Schwinge nicht. Deshalb habe ich die Buchsen an die unteren Stoßdämpferaufnahmen geschraubt. Das funktioniert super. Allerdings sitzen die Buchsen dadurch deutlich höher als bei anderen Motorrädern. Obendrein sitzt der Auspuff so ungünstig darunter, dass man nur schlecht rankommt.

Kern Motorrad Montageständer Aufnahme modifiziert

Links meine „Universalaufnahmen“ für die Vorderradschwinge am Gespann, in der Mitte die originalen, rechts die verlängerten und gestuften für den Racer.

Ich habe mir deshalb schon vor einer Weile Aufnahmen angefertigt, die den originalen entsprechen, aber ca. 5 cm länger bzw. höher sind. Dadurch kann ich das Motorrad soweit aufbocken, dass das Hinterrad ca. 1,5 cm über dem Boden schwebt.

Kern Motorrad Montageständer Aufnahme modifiziert

Nur mit dem Auspuff funktioniert das nicht so richtig. Mein Aufbock-Prozedere sah so aus: Motorrad aufrecht hinstellen und mich verkehrt herum, also mit Blick nach hinten auf den Sitz setzen. Den Montageständer auf der linken Seite einfädeln, rechts mit Kraft aufbiegen, die Aufnahme erst in die Buchse an der Schwinge einfädeln und dann in den Montageständer stecken. Beide Aufnahmen mittig ausrichten, sichern, vorsichtig vom Motorrad steigen und erst dann den Ständer aufbocken. Ja, es ist so kompliziert, wie es klingt. Und wenn man nicht einen Lappen zum Schutz auf den Auspuff legt, hat man danach fiese Kratzer im Chrom.

Kern Motorrad Montageständer Aufnahme modifiziert

Ich habe mir deshalb jetzt eine Aufnahme für rechts angefertigt, die in der Mitte eine „Stufe“ hat, die Platz für den Auspuff lässt. Damit muss ich zwar immer noch sehr vorsichtig hantieren, um nichts zu zerkratzen. Aber immerhin muss ich den Ständer nicht erst am Motorrad zusammensetzen.

Kern Motorrad Montageständer Aufnahme modifiziert

Einen Schönheitspreis gewinnt die Aufnahme nicht. Aber sie funktioniert. Und darum ging es mir.

Und was lernen wir jetzt daraus? Keine Ahnung. 😉

 

Voriger Beitrag
Nächster Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.