Fuhrparknotizen – Teil 10

Winterzeit ist Bastelzeit: Das Gespann wurde weiter optimiert, die Bandit wird für den Verkauf aufgehübscht und die Katana hat endlich offene Luftfilter, während sich markenfremde Auspuffanlagen in der Ecke stapeln. Und zwischendurch habe ich mich mal wieder als Winterfahrer versucht.

Die Bandit

… habe ich ein bisschen hergerichtet, um sie spätestens im Frühjahr verkaufen zu können. Gepäckträger ab, kaputter Kotflügel ab, neuen Kotflügel besorgt und lackiert. Wobei ich damit noch nicht fertig bin. Ich und das Lackieren, das ist der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Wobei nicht klar ist, wer überhaupt wer ist und wie der Kampf am Ende ausgehen wird. Momentan steht es 1:0 für das Lackieren, aber ich gebe nicht auf. 😉

Meine neue Bandit habe ich zwischenzeitlich auch besucht und angehimmelt. Leider kann sie aus Platzmangel noch nicht bei mir einziehen, erst muss die alte weg.

Die Katana

… steht mittlerweile wieder ohne die misslungene Frontmaske da. Auch die originale Auspuffanlage würde ich gerne abbauen, habe aber noch keine gute Alternative. Die kleinen Zubehörtüten haben sich als ungeeignet erwiesen. Die 2 Endtöpfe einer 750er Ducati, die ich gekauft habe, sind leider viel zu groß. Und der CB400-Auspuff, den ich vor ein paar Tagen bekommen habe, sieht der originalen Anlage zum Verwechseln ähnlich, ist aber total gammelig. Mal sehen, ob ich den direkt wieder verscherbele oder doch testweise ranbaue.

Offener Luftfilter Suzuki GSX400F Katana

Echte Fortschritte gibt es immerhin bei den Luftfiltern. Mittlerweile sind die offenen China-LuFis dran. Das ging aus Platzgründen leider nur, indem ich die mittleren leicht verlängert habe. Knapp 3 cm musste ich mittels Alurohr und Kühlwasserschlauch dazwischensetzen. Das hält super und sieht trotz der vielen Rohrschellen gar nicht mal schlecht aus.

Offener Luftfilter Suzuki GSX400F Katana

Bleibt die Frage, ob sich die unterschiedlich langen Ansaugwege negativ bemerkbar machen. Einerseits sollte man meinen, dass das bei einem so alten und kleinvolumigen Viertakter völlig egal ist. Andererseits ist die GSX eine richtige Drehorgel. Gut möglich, dass das doch zum Tragen kommt. Aber vor dem März werde ich das mangels Zulassung nicht testen können.

Offener Luftfilter Suzuki GSX400F Katana

Das MZ-Gespann

… hat mittlerweile auf der Beiwagenachse ein paar stabilisierende Distanzstücke. Außerdem habe ich den verdreckten Benzinhahn gereinigt und bei der Gelegenheit auch den Tank kräftig durchgespült. Ich dachte ja immer, dass der total vergammelt sei, aber tatsächlich sieht er innen fast wie neu aus. Es waren nur viele gelöste Lackreste drin, weil der Vorbesitzer den Tankstutzen beim Lackieren nicht verschlossen hatte. Das ist jetzt aber rausgespült und somit sollte der Sprit wieder frei fließen. Den Vergaser habe ich deshalb auch noch mal zerlegt und gereinigt. Hoffentlich ist damit das Problem mit dem hängenden Schwimmernadelventil und dem überlaufenden Sprit endlich Geschichte.

Benzinhahn MZ ES 250/2Außerdem habe ich jetzt erstmals einen wirklich funktionierenden Tacho am Gespann! Inklusive intakter Scheibe und halbwegs hübsch gebördeltem Chromring. Die Leuchten funktionieren auch alle – Herrlich! 🙂 Danke an Jürgen, den Bördelmeister, der mal wieder meinen Pfusch ausbessern musste!

Segmenttacho MZ ES 250/2

Und weil gerade alle Welt vom Winterfahren schwärmt, habe ich es auch mal wieder probiert. Minus 8°C, knapp 100 km. Ergebnis: Geil. 🙂

Winterfahrer Gespann MZ ES 250/2

Das Thermokombi ist natürlich genial und wenn man sich penibel einpackt, zieht’s auch nirgends rein. Meine weder wind- noch wasserfesten Stiefel waren erwartungsgemäß überfordert. Ich habe mir auf dem Hinweg deshalb Plastiktüten drübergezogen. Die eine hat nicht mal das Ankicken überlebt, die andere hing nach dem dritten Schalten in Fetzen vom Fuß. Auf dem Rückweg hatte ich dann geliehene Stulpen an, die den Wind ab- und die Füße warmgehalten haben. Sowas kaufe ich mir auch noch.

Winterfahrer Gespann MZ ES 250/2

Für die Hände muss ich mir auch noch etwas überlegen. Meine Handschuhe waren nach wenigen Kilometern eiskalt. Heizgriffe, Heizhandschuhe oder Lenkerstulpen wären für meine wenigen Wintertouren übertrieben. Ich liebäugele deshalb mit Überhandschuhen bzw. Regenstulpen. Wenn sowas an den Füßen hilft, dann sicher auch an den Händen. Oder ich kaufe mir doch wieder Winterhandschuhe. Und das, nachdem ich meine fast unbenutzten erst kürzlich verkauft habe. 😉

Winterfahrer Gespann MZ ES 250/2

Wesentlich unangenehmer als die kalten Finger war mein eingefrorenes Visier. Dabei ist es sogar ein Pinlockvisier. Aber der dichte Nebel ist ständig von außen festgefroren und irgendwann war es dann so ausgekühlt, dass auch der Atem von innen vereist ist. Kurze Zeit habe ich es mit offenem Visier versucht, aber meine Brille war noch schneller eingefroren als das Visier, insofern keinerlei Verbesserung.

Ich bin jetzt auf der Suche nach einem günstigen, gebrauchten Helm mit Heizvisier. Mal sehen, was dabei rauskommt. Anfang Februar plane ich nämlich mein erstes richtiges Wintertreffen. So richtig mit Zelten und allem, was dazugehört. Dafür wäre ein eisfreies Visier natürlich nicht schlecht.

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