Dinge, die das Leben schöner machen

Ich probiere ganz gern neue Produkte aus. Meistens folgt auf die anfängliche Euphorie die Ernüchterung, weil ein eigentlich ganz pfiffiges Produkt im Alltag doch nichts taugt. Weil man die eigenen Arbeitsabläufe einfach zu sehr ändern müsste, um seine Vorteile wirklich nutzen zu können. Oder weil man feststellt, dass man es eigentlich gar nicht braucht. Die folgenden Produkte überzeugen mich aber auch nach langer Nutzung jeden Tag aufs Neue.

Disclaimer: Es handelt sich hier nicht um Werbung. Ich habe mir die Produkte alle selbst gekauft und habe von den Herstellern auch nichts bekommen. Und auch die Links sind ganz normale Links, an denen ich nichts verdiene. 😉

Bluetooth-Radio mit Spotify

Ich höre beim Arbeiten gerne Musik. Aber es muss gute Musik sein. Radio geht deshalb gar nicht. Und sie darf sich auch nicht allzu sehr wiederholen, sonst geht sie mir irgendwann auf die Nerven. CDs oder Ähnliches fallen also auch flach. Ich habe mir deshalb bei Spotify eine Werkstatt-Playlist angelegt, in der mittlerweile knapp 300 Lieder sind. Damit ist für viel gute Musik und ausreichend Abwechslung gesorgt.

Leider taugt der Zufallsgenerator von Spotify nichts, denn er arbeitet nicht wirklich nach dem Zufallsprinzip. Er bevorzugt stattdessen Lieder, die man oft gehört oder neu hinzugefügt hat. Das führt dazu, dass trotz vieler Lieder in der Playlist immer nur die gleichen 10 – 20 Songs laufen. Dafür gibt es eine Lösung: Randify ist ein externer Service, mit dem man Spotify-Playlisten nach einem echten Zufallsprinzip „durchwürfeln“ lassen kann. Das mache ich alle 1-2 Wochen und höre die Playlist dann der Reihe nach durch.

(Ich hab zwar immer ein bisschen Bauchschmerzen dabei, dort meine Zugangsdaten für Spotify einzugeben, da ich nicht weiß, wo die am Ende landen, aber bislang gab es keine Probleme.)

Garagenradio

Soviel zur Software, nun zur Hardware. Die Musik kommt vom Smartphone, das ich immer dabeihabe. Früher habe ich das per Klinkenstecker an mein „selbstgebautes“ Werkstattradio angeschlossen. Aber Kabel nerven. Gerade wenn man mal wieder ein Foto machen oder telefonieren oder etwas googlen will.

Die Lösung: Ein kleiner aber feiner Bluetooth-Lautsprecher. Die machen für ihre Größe einen verdammt guten Sound. Ich habe mittlerweile zwei Stück von JBL und bin auch nach über einem Jahr noch absolut begeistert. Klar, ein HiFi-Enthusiast wird damit nicht glücklich, aber für meine Zwecke ist das mehr als ausreichend. Ich habe das JBL Charge 3, mittlerweile gibt es schon den Nachfolger JBL Charge 4.

JBL Charge 3

Das Ding macht aber nicht nur einen überraschend guten Sound, sondern hat noch mehr Vorteile: Es ist klein und leicht und findet überall einen Platz. Es ist ziemlich unempfindlich, staubdicht und angeblich sogar wasserdicht. Es hat einen großen Akku, den man zusätzlich als Powerbank nutzen kann. Zur Not könnte man damit also auch das Smartphone laden. Das ist für mich kein Kaufargument, bedeutet aber, dass man den Lautsprecher nur selten laden muss. Bei werktäglich ca. 3 Stunden Dauerbetrieb hält der Akku locker 3-4 Wochen. Und noch ein lustiges Feature haben die Boxen von JBL: Wenn man mehrere hat, kann man die untereinander koppeln und auf allen gleichzeitig hören. In der Praxis funktioniert das bei mir nur so mittelgut, denn ich habe einen kleinen und einen großen Lautsprecher und der große übertönt den kleinen deutlich. Trotzdem lustig.

Kleiner Tipp: Den Lautsprecher auf einen Untergrund stellen, der mitschwingen kann. Werkbank, Regal etc. Das verleiht dem Sound hörbar mehr Fülle.

Natürlich gibt es noch viele andere Anbieter neben JBL, die wahrscheinlich auch gute Boxen bauen. Und aus China gibt es sicher welche, die nur einen Bruchteil kosten. Wer entsprechende Erfahrungen hat, kann das gerne kommentieren.

Fazit: Ich habe immer gute Musik dabei, muss nicht mit Kabeln rumwurschteln und kann den Lautsprecher problemlos überallhin mitnehmen.

Multifunktionstücher á la Buff

Früher fand ich solche Multifunktionstücher einfach nur albern. Warum soll man für solch einen Hipsterquatsch Geld ausgeben, wenn man ein stinknormales Halstuch verwenden kann? Heute habe ich insgesamt 6 davon und eigentlich immer 2 am Mann. 🙂

Rechts das Original von „Buff“, links die günstige Kopie von Louis.

Aber: Die Dinger sind einfach unglaublich praktisch! Beim Motorradfahren habe ich immer eins als Halstuch um. Im Gegensatz zu einem normalen Dreiecktuch flattert da nichts und es gibt keinen Knoten, der drückt oder während der Fahrt aufgeht. Da das Material etwas flexibel ist, kann man es als Mundschutz über die Nase ziehen und es bleibt auch dort! Ein weiteres Tuch ziehe ich meist als Mütze über den Kopf. Da es so dünn ist, geht das auch problemlos unter dem Helm. Man kann es schön weit runterziehen und so Ohren und Stirn vor Wind und Kälte schützen. In Kombination mit dem Halstuch ergibt das quasi eine Sturmhaube, nur viel bequemer und flexibler.

Beim Arbeiten in der Werkstatt mache ich es ähnlich: Das Halstuch sorgt dafür, dass ich mit meinem langen Bart nicht in irgendwelche Maschinen komme. Über Mund und Nase gezogen hält es den gröbsten Staub ab. Und auf dem Kopf hält es die Haare aus dem Gesicht, ist warm und stört im Gegensatz zu einer normalen Mütze nicht beim Tragen des Schweißhelms.

Und durch das geringe Packmaß (nicht größer als eine Packung Taschentücher) kann man problemlos 1 – 2 in die Jackentasche stecken.

Ich fand die Preise von Buff anfangs etwas hoch (ca. 18 Euro für ein normales Multifunktionstuch), aber nach ausgiebiger Nutzung relativiert sich das. Die leiern (bislang) nicht aus, färben nicht ab und machen auch sonst keine Probleme. Nach der Wäsche sehen sie jedes Mal aus wie neu. Außerdem gibt es häufig Rabattaktionen, so dass man sie auch hier und da für die Hälfte bekommt. Mein „billiges“ von Louis für knapp 5 Euro löst sich mittlerweile an den Rändern etwas auf und sieht fusselig aus, funktioniert bislang aber genau so gut.

Fazit: Total unkompliziert und flexibel in der Nutzung sind die Dinger jeder Mütze und jedem Halstuch deutlich überlegen.

Arbeitshandschuhe

Auch die fand ich früher einfach nur doof: Man hat damit weniger Fingerspitzengefühl und schmutzige Hände sind ein Zeichen für ehrliche Arbeit. Aber gerade wenn man regelmäßig schraubt, nerven das ständige Händwaschen und die Trauerränder unter den Fingernägeln schon ein bisschen. Und vor allem, dass man eigentlich immer irgendwelche schmerzhaften Blessuren an den Händen hat.

Seit ich konsequent Arbeitshandschuhe trage, hat das deutlich abgenommen. An das Tragegefühl habe ich mich auch gewöhnt und ziehe sie nur noch aus, wenn es wirklich um ganz filigrane Arbeiten geht.

Fürs „Grobe“ trage ich dicke Schweißerhandschuhe. Also beim Flexen, Bürsten und natürlich Schweißen. Das sind Arbeiten, bei denen man ohnehin nicht so viel Feingefühl in den Fingern benötigt. Bei allem anderen greife ich auf ganz billige und dünne Arbeitshandschuhe aus Plastik zurück, die es z.B. bei Amazon in Großpackungen sehr günstig gibt. Da kostet das Paar nicht einmal einen Euro und hält trotzdem eine ganze Weile. Wenn man den Fehler macht, sie beim Schweißen oder Flexen anzulassen, brennt es natürlich sofort Löcher rein.

Natürlich darf der obligatorische Sicherheitshinweis nicht fehlen: Handschuhe dürfen beim Arbeiten an Maschinen nicht benutzt werden, weil es sonst passieren kann, dass man mit der Hand in die Maschine gezogen wird! Kommt aber immer drauf an. Bei Drehmaschinen, Hobelbänken, Bandsägen etc. wäre ich wirklich sehr vorsichtig. Mir hat es sogar schon ein paar Mal die dünnen Handschuhe ausgezogen (!), wenn ich damit an der Standbohrmaschine in die Bürste gekommen bin. Da nehme ich nur noch die Schweißerhandschuhe, mit denen sowas nicht passieren kann. Mitdenken kann also wie immer nicht schaden.

Fazit: Saubere(re) und besser geschützte Hände, dafür etwas weniger Fingerspitzengefühl. Daran kann man sich wortwörtlich gewöhnen.

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