Fuhrparknotizen – Teil 9

Und gleich noch ein kleines Update aus dem Moped-Alltag. Diesmal handelt es von platten Reifen, geklauten Bieren und gebrochenen Verkleidungen.

Das Gespann bewährt sich mal wieder in seiner Rolle als Winterfahrzeug. Zumindest solange noch kein Salz auf den Straßen ist. Der größte Vorteil: Man muss nie die Scheiben freikratzen! Heute morgen hatte es -8°C und dank meines kurzen Arbeitsweges bin ich ohne zu frieren angekommen.

Mein erster (unverschuldeter) Platten!

Letzten Freitag gab es aber ein kleines Problem. Als ich an einem Altglascontainer vorbeigefahren bin, hat es kurz geknackt. Ich habe mir keine großen Sorgen gemacht, schließlich fahre ich mit dicken Stollen rum, denen eine kleine Scherbe nicht viel ausmachen kann. Da hatte ich mich zu früh gefreut.

Platter Reifen

In der Mittagspause wusste ich es besser: Es war keine Scherbe, sondern ein 6 cm langer Nagel.

Nagel im Reifen

Was nun? Vorsichtig bis zu nächsten Tanke rollen und dann mit einer Reifenfüllung bis nach Hause fahren? Den Versuch habe ich nach 10 Metern abgebrochen – keine Chance. Auf den ADAC hatte ich keine Lust. Also bin ich zu Fuß nach Hause und habe Werkzeug und Ersatzrad geholt. Der Radwechsel am Straßenrand hat keine 15 Minuten gedauert! Ich bin mittlerweile ganz gut in Übung.

Und da von den Stollen kaum mehr 3 mm übrig waren, habe ich gleich einen neuen Reifen bestellt. Da lohnt sich der Schlauchwechsel wenigstens.

Gelegenheit macht Diebe

Ich habe am Gespann einen Bierdosenhalter. Nicht, weil ich ihn wirklich bräuchte. Mehr als Spaß und um beim TÜV einen auf Werner machen zu können.

Bislang hatte ich mit dem Halter nie Probleme. Beim TÜV wurde er ignoriert oder belustigt zur Kenntnis genommen. Jetzt bin ich aber innerhalb kurzer Zeit zweimal beklaut worden. Und zwar während ich auf der Arbeit war und das Motorrad vor dem Haus stand. Erst wurde mir eine leere (!) Bierdose geklaut, dann auch noch eine volle. Es war also Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen!

Bierdieb

Ich habe dem Dieb also eine Nachricht geschrieben:

An den Bierdieb. Wenn Du es wirklich nötig hast, mir am helllichten Tag Bierdosen vom Motorrad zu klauen: Lass es Dir schmecken!

Außerdem habe ich das Billigbier durch Krombacher ersetzt. Wenn das nicht abschreckt, weiß ich echt nicht weiter. 😉

Kunststoff reparieren

Nachdem vor Kurzem die Faschings-Saison begonnen hat, habe ich mich der Verkleidung meiner Bandit gewidmet. (Kommt man für so schlechte Kalauer eigentlich in die Hölle?)

Verkleidung gebrochen

An meiner kürzlich ersteigerten Verkleidung ist auf dem Transportweg eine Lasche gebrochen. Zum Glück nur eine relativ unwichtige und von außen nicht sichtbare. Trotzdem ärgerlich. Nachdem ich mir verschiedene YouTube-Videos zum Thema angeschaut hatte, habe ich zwei Reparatur-Methoden kombiniert:

  1. Ich habe mit dem Lötkolben das Plastik „verschweißt“. Erst habe ich entlang der Bruchstelle mehrere Vertiefungen hineingeschmolzen, dann eine Art Furche daran entlanggezogen und diese Furche dann mit dem geschmolzenen Plastik wieder verschlossen.
  2. Mit geschmolzenem Kabelbinder habe ich die Ränder zusätzlich verstärkt. Ich frage mich, was das bringen soll, da das nur auf dem Plastik klebt und keine richtige Verbindung eingeht. Vielleicht stützt es die Bruchstelle ein bisschen. Schaden kann es zumindest nicht.

Kunststoffreparatur Motorrad VerkleidungOkay, das sieht ziemlich abenteuerlich aus. Um nicht zu sagen hässlich und stümperhaft. Aber wie gesagt, man sieht das im montierten Zustand nicht. Und da die Lasche nicht sehr viel trägt, hoffe ich, dass es hält. Es ist zumindest einen Versuch wert. Sollte es nicht halten, kann ich immer noch ein Loch reinbohren und es mit einem Kabelbinder festzurren.

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2 Gedanken zu „Fuhrparknotizen – Teil 9

  1. Hallo Martin.

    Wenn dir das nächste mal was von der Maskerade deines Banditen verloren geht, probier es doch mal mit LEGO-Steinen. Das klingt erstmal albern, doch hat folgenden Hintergrund:
    Lego ist aus ABS und lässt sich ganz einfach in Aceton auflösen. Wenn deine Verkleidung das auch ist, dann kannst du beides verbinden und wenn die Lösungsmittelrückstände verflogen sind, dann hast du eine feste Verbindung. Wenn du unter Transalpfahrern fragst: Die machen das alle so. Was besseres gibt es wohl nicht, als mit dem eigenen Material zu reaprieren.

    Gute Fahrt wünscht
    Adrian

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